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Gemüse

Lebensmittel für eine nachhaltige Ernährung

Bedeutung von Gemüse in Deutschland

71,7 Kilogramm frisches Gemüse verbrauchte jeder Bürger in Deutschland durchschnittlich im Jahr 2017 und gab dafür mehr als 350 Euro aus. Im Jahr 2017 haben in Deutschland knapp 6.600 landwirtschaftliche Betriebe auf knapp 130.000 Hektar Freilandgemüse angebaut. Die Gemüseart mit der größten Anbaufläche ist Spargel, gefolgt von Karotten und Speisezwiebeln. In puncto Erntemenge sind Karotten die klaren Spitzenreiter.

Beim Gemüsebau unterscheidet man zwischen Freilandgemüse und dem Anbau von Gemüse unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen bzw. Gewächshausanbau.

Gemüse ist reich an Vitaminen, Kohlenhydraten, Eiweiß und Mineralstoffen.

Beitrag zur Nachhaltigkeit

Verbraucher, die saisonales Gemüse aus der Region kaufen, leisten einen Beitrag zur Nachhaltigkeit.

Da keine langen Transporte anfallen, ist die Energiebilanz besser. Regional erzeugtes Gemüse hat noch weitere Vorteile: Es hat den höchsten Gehalt an Vitaminen, da es im optimalen Reifezustand geerntet wurde und geschmacksintensiver ist. Saisonal und regional – eindeutig eine gute Wahl.

Wussten Sie schon…

  • Dass der Spargel zu der Gruppe der Liliengewächse gehört und bereits von den alten Ägyptern, Griechen und Römern als Heilpflanze zur Anregung des Stoffwechsels und Unterstützung der Leber-, Lungen- und Nierenfunktion genutzt wurde.
  • die Spargelanbaufläche 23.200 ha beträgt.
  • dass der Spargelanbau im großen Stil in Deutschland auf einige Regionen begrenzt ist?
  • Die Spargelsaison von Ende April bis zum traditionellen Finale am 24. Juni, dem Johannistag, dauert.
  • Spargel zu circa 95 Prozent aus Wasser besteht.

Herausforderungen beim Gemüseanbau

Um qualitativ hochwertige, marktfähige Ware zu erzielen, ist ein effektiver Pflanzenschutz im Freilandgemüse unabdingbar. Dabei macht es keinen Unterschied, ob die ober- oder unterirdischen Pflanzenteile vermarktet werden.

So vielfältig die Gemüsekulturen sind, so vielfältig sind auch die Bedrohungen durch Unkräuter und Pilzkrankheiten.

Bei den Herbiziden und Fungiziden stehen dabei Kriterien wie ein breites Wirkungsspektrum, ausgezeichnete Wirkung und hohe Kulturverträglichkeit im Vordergrund.

Ungräser stellen ein hartnackiges Problem für Gemüseerzeuger dar. Mit hochsommerlichen Witterungsphasen wird speziell das Auftreten von wärmeliebenden Hirse-Arten gefördert. Bei mangelnder Vorlage von Bodenherbiziden, die die Hirse-Arten erfassen, besteht akuter Handlungsbedarf. Denn Hirsen, aber auch Ausfallgetreide nach Getreidevorkultur, besitzen eine enorme Konkurrenzkraft, die mit der Gemüsekultur um Wasser und Nährstoffe konkurrieren!

Für eine sichere Wirkung müssen bei der Anwendung bestimmte Parameter beachtet werden. So kommt dem Entwicklungsstadium der Ungräser eine wesentliche Rolle zu.

Während man gegen zweikeimblättrige Unkräuter möglichst in einem kleineren Entwicklungsstadium behandelt, sollte man gegen einkeimblättrige Unkräuter in einem größeren Entwicklungsstadium behandeln. Der Blattstand jüngerer Blätter ist steiler, als der von älteren Blättern. Durch den horizontalen Blattstand älterer Blätter nehmen Gräser und Ausfallgetreide den Wirkstoff leichter über die älteren Blätter auf. Der ideale Einsatztermin beginnt ab dem 2-Blatt-Stadium bis Bestockungsende. Sind jedoch die Ungräser bei der Applikation zu groß, kommt es zu einer Wirkungsverzögerung. Später auflaufende Schadgräser werden durch die mangelnde Bodenwirkung nicht erfasst.

Auch die Witterung ist für einen gesicherten Bekämpfungserfolg von entscheidender Bedeutung. Nicht nur die Temperatur, sondern auch die Luftfeuchtigkeit beeinflussen die Wirkung. Damit der Wirkstoff überhaupt an den Wirkort gelangen kann, muss dieser oberirdisch über den Blattapparat aufgenommen werden. Jedoch sorgt die Wachsschicht der Blätter für eine verminderte Wirkstoffaufnahme. Zur Überwindung dieser Barriere sind hohe Luftfeuchtigkeit und höhere Temperaturen förderlich. Wüchsige Bedingungen sorgen dafür, dass die Gräser-Herbizide schneller und effektiver im Pflanzengewebe transportiert werden. Grundsätzlich gilt, dass bei höherer biologischer Aktivität der Pflanze die Wirkung schneller eintritt.

Nach dunklem, regnerischem und bedecktem Wetter herrschen optimale Bedingungen für eine Anwendung, denn die Wachsschicht ist schwächer ausgebildet. Daneben sind die Wirkstoffe UV-instabil. Deshalb sind die Abendstunden ein idealer Zeitpunkt für die Applikation. Nach der Anwendung zeigt sich die Wirkung schnell. Ein Indiz hierfür: In den Meristemen sowie in ganz jungem, meristematischen und photosynthetisch nicht aktivem Blattgewebe wird die Zerstörung des Blattgewebes sichtbar. Als sicheres Anzeichen und zur Kontrolle der Wirkung kann das jüngste Blatt problemlos herausgedreht werden.

Beitrag von BASF

  • Bietet den Gemüseproduzenten vielfältige Lösungen zur Bekämpfung der wichtigsten Schaderreger an.
  • Stellt den Produzenten ein universaleinsetzbares Fungizid zur Verfügung, das in über 30 Kulturen einsetzbar ist. Mit breitem Wirkungsspektrum, ausgezeichneter Wirkungsdauer und hoher Verträglichkeit
  • Zur Bekämpfung der Unkräuter und Ungräser bietet BASF verschiedene Herbizidlösungen an.

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