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Landwirtschaft

Blattdürre, Weizen [Zymoseptoria tritici]

Septoria-Blattdürre

Ausbreitung/ Übertragung

Der Erreger überdauert auf Ernterückständen an der Bodenoberfläche. Asexuell gebildete Pyknosporen werden über Regenspritzer verbreitet. Durch Spätsommerniederschläge bilden sich sexuell auf Ernterückständen schwarze Pseudothezien, die ihre Ascosporen Anfang Oktober entlassen. Diese infizieren noch, durch den Wind über größere Distanzen verbreitet, im Herbst und Winter die Weizensaat. Erst im Frühjahr nimmt die Zahl der Ascosporen wieder ab. Epidemische Ausbreitung im Bestand erfolgt über asexuelle Vermehrung kugeliger, mit zunehmender Reife immer dunkler werdender Pyknidien. Förderlich sind reichlich Niederschläge und anhaltende Blattnässe sowie Temperaturen zwischen 15 und 25° C. In Triticalen ist die Erregerprogression zögerlicher als in Weizen und somit das Schadausmaß geringer.

Vorkommen

Weizen (deutliche Sortenunterschiede vorhanden), Triticale

Diagnose

Befall von Blättern, Halmen und Blattscheiden. Zunächst bilden sich hellgrüne, gelblich werdende, später braune, unregelmäßig rund- bis ovalgeformte Läsionen. Die Blattflecken fließen zu unregelmäßig geformten Nekrosen zusammen, schließlich sterben die Blätter ab und vertrocknen. In den Blattflecken findet man in Reihen angeordnete schwarze Fruchtkörper (Pyknidien). Die Befallsstellen sehen gesprenkelt aus. Die Pyknieden entlassen bei Befeuchtung weiße Sporenschleimranken.

Septoria tritici kann man mit Septoria nodurum verwechseln, oft treten die Erreger gemeinsam auf. Am Fruchtkörper sind sie deutlich zu unterscheiden: Septoria nodurum hat honigfarbene bis rötlich-braune Fruchtkörper wohingegen Septoria tritici schwarze Fruchtkörper besitzt. Eine weitere Verwechslungsmöglichkeit besteht mit Dechslera tritici-repentis, bei der ebenfalls unregelmäßige Blattnekrosen auftreten. Die schwarzen Sporenträger sind allerdings nicht mit bloßem Auge erkennbar wie Fruchtkörper von Septoria tritici.

Bekämpfung

Vorbeugende ackerbauliche Maßnahmen

• Pflugsaat (nur überregional sinnvoll, da die Askosporen über den Wind verbreitet werden)

• Spätsaaten verringern die Primärinfektion im Herbst

• Verwenden wenig anfälliger Sorten

• Langstrohige Sorten sind weniger befallsgefährdet

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