Da ist was faul!
Kraut- und Knollenfäule gefährdet den Kartoffelanbau. Innovative Wirkstoffe werden immer wichtiger …
Aggressiv. Resistent. Schnell. Und immer schwieriger zu kontrollieren: Pilzkrankheiten, allen voran die Kraut- und Knollenfäule, geraten außer Kontrolle und bedrohen den Kartoffelanbau. Gleichzeitig fallen durch gesetzliche Beschränkungen immer mehr bewährte Mittel und deren Wirkstoffe weg. Wir beleuchten die Hintergründe und erklären, wie sich der Teufelskreis der Resistenzen durchbrechen lässt.
Schon 2024 warnten der Deutsche Bauernverband und die Union der Deutschen Kartoffelwirtschaft e. V. vor der Gefahr massiver Krautfäule-Ausbrüche. Besonders in Dänemark und den Niederlanden gab es regelrechte Epidemien mit großen wirtschaftlichen Schäden, auch in Deutschland und der Schweiz kam es zu hohen Ertragseinbußen. Das Internetportal pflanzenforschung.de – gefördert vom Bundesforschungsministerium – nannte das Vorrücken der hochgefährlichen Krankheit „mehr oder weniger hausgemacht“. Was steckt dahinter?
Klimawandel verschärft den Krankheitsdruck
Der Klimawandel, extremes Wetter und die immer weitere Ausdehnung des Kartoffelanbaues begünstigen die Ausbreitung von Pilzkrankheiten wie der Kraut- und Knollenfäule. Zum einen mindern Trockenperioden und Hitzestress die Vitalität der Pflanzen, zum anderen fördert feuchte/warme Witterung die Pilzinfektion. Die heutzutage typischen schnellen Wechsel von heftigen Niederschlägen und extremer Sonneneinstrahlung führen zu stark belastenden Stressphasen und begünstigen damit Pilzinfektionen auf den geschwächten Pflanzen.
Gesetzliche Vorgaben schränken Wirkstoffe ein
Die Landwirtschaft braucht dringend neue Mittel und Wirkstoffe, um die Kartoffelpflanzen zu schützen, zu stärken und den Kartoffelanbau der Zukunft zu sichern. Doch stattdessen schränkt die EU mit immer mehr gesetzlichen Vorgaben den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und deren Wirkstoffen ein. Manche Wirkstoffe dürfen nur noch eingeschränkt oder zum Teil gar nicht mehr verwendet werden. Neue Wirkstoffe und Innovationen stecken jahrelang im Zulassungsverfahren fest.
Die Folgen der Wirkstoff-Knappheit
Immer weniger zugelassene effektive Wirkstoffe und Mittel: Welche gravierenden Folgen drohen Kartoffelanbaubetrieben?
Mangelnde Krankheitskontrolle
Pilzkrankheiten lassen sich immer schwerer kontrollieren – selbst dann, wenn häufig behandelt wird. Dies gilt ganz besonders für die Kraut- und Knollenfäule, aber auch für weitere Pilzkrankheiten wie Alternaria, Rhizoctonia und Schorf.
Resistenzentwicklung
Wenn ständig dieselben Wirkstoffe eingesetzt werden, passen sich die Pilze an: Sie werden resistent gegen die vorhandenen Mittel – und breiten sich wieder stärker aus.
Notfallzulassungen
Um überhaupt noch wirksame Mittel einsetzen zu können, müssen immer öfter Notfallzulassungen beantragt werden.
Für einen erfolgreichen Kartoffelanbau braucht die Landwirtschaft neue Produkte!
Nur mit innovativen Lösungen und neuen Wirkstoffen lässt sich ein erfolgreiches Anti-Resistenz-Management aufbauen und der wirtschaftliche Kartoffelanbau sichern. Ein gutes Beispiel ist das neue Divexo® gegen Kraut- und Knollenfäule. Das Fungizid ist ein idealer Baustein im Anti-Resistenz-Management. Es wirkt vorbeugend und heilend bei Kraut-und Knollenfäule in Kartoffeln (und auch bei Falschem Mehltau in Zwiebeln und Knoblauch). Außerdem zeichnet sich Divexo® durch eine hervorragende Pflanzenverträglichkeit und exzellente Regenfestigkeit aus.
Wie wirkt Divexo®?
Die optimale Wirkstoff-Kombination aus Initium® und Propamocarb sichert eine zuverlässige Wirkung – auch bei wechselhafter Witterung.
- Sehr hohe schützende und vorbeugende Wirkung: Der innovative Wirkstoff Initium® stoppt den Erreger in frühen Infektionsstadien durch Hemmung der Sporenkeimung. Er tötet Sporen und Sporangien ab, indem er den Energiefluss der Erreger stört.
- Systemischer Schutz und heilende (kurative) Wirkung: Propamocarb verteilt sich systemisch in der Pflanze, reduziert das Myzelwachstum und trägt so zum Schutz des Neuzuwachses bei.