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Leguminosen

Was sind Leguminosen?

Leguminosen oder auch Hülsenfrüchtler genannt, gehören mit rund 18.000 Arten zu einer der artenreichsten Pflanzenfamilien. Die Vielfalt zeigt sich darin, dass sowohl Kräuter als auch Bäume umfasst sind.

In der Landwirtschaft unterscheidet man zunächst zwischen Körnerleguminosen und Leguminosen für den Feldfutterbau. Unter den zumeist großkörnigen Körnerleguminosen sind Arten wie die Ackerbohne, Erbse, Lupine und Soja. Die zumeist feinsamigen Leguminosen, die überwiegend für den Feldfutterbau genutzt werden, sind unterschiedlichste Kleearten und Luzerne.

Warum sind Leguminosen so wertvoll?

Alle Leguminosen haben die wichtige Eigenschaft über ihre Knöllchenbakterien, den Rhizobien an ihren Wurzeln, Luftstickstoff zu binden. Auf externe Stickstoffdüngung kann somit in der Regel verzichtet werden, wodurch ein positiver Beitrag zum Klimaschutz gefördert wird. Durch die Einsparung mineralischer Stickstoffdüngemitteln kann der Anbau auch dazu beitragen, die CO2-Emissionen, die bei der Herstellung dieser Düngemittel entstehen, zu verringern.

Zugleich sind Leguminosen in der Lage, Nährstoffe zu mobilisieren und tragen darüber hinaus zum Humusaufbau im Boden bei. Damit erhöht sich die Bodenfruchtbarkeit, was für die Maßnahme spricht, die Fruchtfolgen in Deutschland um Leguminosen zu erweitern und eine nachhaltige Landwirtschaft zu gewährleisten. Darüber hinaus bietet der Leguminosenanbau Nahrung sowie Rückzugs- und Lebensraum für eine Vielzahl von wildlebenden Insekten, Vögeln und anderen Tieren.

Eine Steigerung des Leguminosenanbaus erweitert das Fruchtartenspektrum und lockert relativ enge Fruchtfolgen auf. Damit kann das Auftreten von Schadorganismen reduziert und die Wirksamkeit der Unkrautbekämpfung durch den Wechsel zwischen Sommerung und Winterung sowie Blatt- und Halmfrüchten verbessert werden.

Weiter gestellte Fruchtfolgen tragen zum integrierten Pflanzenschutz und zur Reduzierung des Risikos von Resistenzbildungen gegen Pflanzenschutzmittelwirkstoffe bei. Das kann zu einer Reduzierung der Pflanzenschutzmittelanwendungen führen und deren negative Auswirkungen auf die biologische Vielfalt verringern. Blühende Leguminosen bieten zudem eine ausgezeichnete Nahrungsgrundlage für nektarsammelnde, bestäubende Insekten.

Wussten Sie schon….

  • dass 2017 in Deutschland 197.300 Hektar Körnerleguminosen angebaut wurden?
  • dass davon allein 46.400 Hektar auf die Ackerbohne entfielen?
  • dass ganze 19.100 Hektar für den Anbau von Sojabohnen genutzt wurden?
  • dass dazu auch Linsen, Erbsen sowie Kichererbsen gehören?
  • dass der hohe Eiweißgehalt große Erträge auf kleinen Flächen garantiert?
  • dass Früchte und Samen ein wichtiger Bestandteil unserer Ernährung sind?

Herausforderungen

In Deutschland ist der Anbau von Leguminosen in den letzten Jahren kontinuierlich zurückgegangen. Mais-, Raps und Getreideanbau sind auf den ersten Blick oft wirtschaftlicher für den Betrieb. Zudem können Unkraut, Krankheiten sowie Schädlinge beim Leguminosenanbau Probleme bereiten.

Die Erträge, vor allem bei Körnerleguminosen, schwanken in Abhängigkeit von den Witterungsbedingungen sehr stark. Darüber hinaus ist in der Futtermittelproduktion die Verwendung von importierten Soja als hochwertiger Eiweißträger einfach zu handhaben und im Vergleich immer noch preisgünstig.

Beitrag von BASF

  • Qualitative Impfstoffe als Schlüssel für stabile Erträge bereitstellen
  • Hohe Rhizobien-Zahl des Impfstoffs ideal für Leguminosen-Saatgut
  • Verbesserter Schutz des genetischen Materials im Saatgut
  • Höhere Rendite und Ertragsziele beim Anbau von Leguminosen
  • Besonders effektive Impfstoffe gegen Witterungseinflüssen

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