Luxinum®

Luxinum®* - Die ausgefuchste Lösung

Immer in Kombination mit Pico®

*Notfallzulassung gemäß Artikel 53 der VO (EG) Nr. 1107/2009 vom 1.09. - 29.12.2026 in Winterweichweizen gegen Acker-Fuchsschwanz

Luxinum®

Luxinum®* - Die ausgefuchste Lösung

Immer in Kombination mit Pico®

*Notfallzulassung gemäß Artikel 53 der VO (EG) Nr. 1107/2009 vom 1.09. - 29.12.2026 in Winterweichweizen gegen Acker-Fuchsschwanz


Vorteile

  • Neuer Wirkstoff mit neuartigem Wirkungsmechanismus
  • Sichere Bekämpfung von Acker-Fuchsschwanz
  • Effektiv auch gegen resistente Acker-Fuchsschwanz-Biotypen
  • Zuverlässige Wirkung auch unter trockenen Bedingungen

Details

Allgemeine Information

Name Luxinum®
Formulierung Emulsionskonzentrat (EC)
Wirkstoffe 750 g/l Luximo® (Cinmethylin)

Wirkungsweise

Der Wirkstoff Luximo® (Cinmethylin) (HRAC – Gruppe 30) gehört zu der chemischen Gruppe der Benzyl ether. Die Wirkung erfolgt hauptsächlich über den Boden. Der Wirkstoff wird von keimenden Samen und den Keimwurzeln aufgenommen.

Luximo® hemmt den Fettsäure-Thioesterase (FAT).

Die beste Wirkung von Luxinum® wird im Vorauflauf und bei kleinen, gerade auflaufenden Ungräsern erzielt. Feuchter Boden zur oder nach der Anwendung fördert die Wirkung.

Verträglichkeit

Luxinum® ist nach bisherigen Erfahrungen in der empfohlenen Aufwandmenge in allen Winterweizensorten gut verträglich. Voraussetzung für eine gute Wirkung und Verträglichkeit ist ein feinkrümeliges, gleichmäßig vorbereitetes, abgesetztes Saatbett mit einem guten Bodenschluss und einer Mindest-Saattiefe von 3 – 4 cm. Das Saatgut muss mit mindestens 3 cm feinkrümeligen Bodenmaterial abgedeckt sein.

Die Wirkung von Luxinum® wird durch die Bodenart beeinflusst und kann auf Böden mit hohem Humusgehalt und auf schweren Tonböden herabgesetzt sein.

Humusarme Sandböden, durchlässige und sehr flachgründige Böden sind von der Behandlung auszuschließen. Hohe, überdurchschnittliche Niederschlagsmengen in den ersten Tagen nach der Behandlung, können zu Wuchshemmungen und Ausdünnungen der Kultur führen.

Für eine gute Kulturverträglichkeit sind mindestens 3 Wochen aktives Wachstum der Kulturpflanze nach der Anwendung und vor Vegetationsende notwendig.

Eine Anwendung in durch Frost, Krankheiten oder sonstige Umstände geschwächten Beständen ist zu vermeiden. Nicht eggen, striegeln oder walzen eine Woche vor oder nach der Anwendung von Luxinum®.

Keine Anwendung von Luxinum® bei Untersaaten.

Mischungen mit anderen Herbiziden erhöhen das Risiko von Schäden an der Kultur. Unter oben beschriebenen kritischen Anwendungsbedingungen wird von Herbizidmischungen, mit Ausnahme von Pico®, abgeraten.

Mischbarkeit

Luxinum® ist mischbar mit Pico®.

Für eventuelle negative Auswirkungen von Tankmischungen mit von uns nicht als mischbar eingestuften Produkten haften wir nicht.

In Tankmischungen sind die von der Zulassungsbehörde festgesetzten und genehmigten Anwendungsgebiete und Anwendungsbestimmungen für den Mischpartner einzuhalten.

Fuchsschwanz, Acker-
Zugelassene Aufwandmenge Zeitpunkt der Anwendung Anzahl der Anwendungen
0,667 l/ha in 100 – 400 l Wasser/ha

Im Vorauflauf:

Die Anwendung erfolgt vor dem Auflaufen von BBCH 00 bis 09 des Winterweichweizens.

Im Nachauflauf:

Die Anwendung erfolgt im Nachauflauf von BBCH 10 bis 29 des Winterweichweizens.

Maximale Zahl der Behandlungen:

- in dieser Anwendung: 1
- für die Kultur bzw. je Jahr: 1

Allgemeine Information

Name Luxinum®
Formulierung Emulsionskonzentrat (EC)
Wirkstoffe 750 g/l Luximo® (Cinmethylin)

Wirkungsweise

Der Wirkstoff Luximo® (Cinmethylin) (HRAC – Gruppe 30) gehört zu der chemischen Gruppe der Benzyl ether. Die Wirkung erfolgt hauptsächlich über den Boden. Der Wirkstoff wird von keimenden Samen und den Keimwurzeln aufgenommen.

Luximo® hemmt den Fettsäure-Thioesterase (FAT).

Die beste Wirkung von Luxinum® wird im Vorauflauf und bei kleinen, gerade auflaufenden Ungräsern erzielt. Feuchter Boden zur oder nach der Anwendung fördert die Wirkung.

Verträglichkeit

Luxinum® ist nach bisherigen Erfahrungen in der empfohlenen Aufwandmenge in allen Winterweizensorten gut verträglich. Voraussetzung für eine gute Wirkung und Verträglichkeit ist ein feinkrümeliges, gleichmäßig vorbereitetes, abgesetztes Saatbett mit einem guten Bodenschluss und einer Mindest-Saattiefe von 3 – 4 cm. Das Saatgut muss mit mindestens 3 cm feinkrümeligen Bodenmaterial abgedeckt sein.

Die Wirkung von Luxinum® wird durch die Bodenart beeinflusst und kann auf Böden mit hohem Humusgehalt und auf schweren Tonböden herabgesetzt sein.

Humusarme Sandböden, durchlässige und sehr flachgründige Böden sind von der Behandlung auszuschließen. Hohe, überdurchschnittliche Niederschlagsmengen in den ersten Tagen nach der Behandlung, können zu Wuchshemmungen und Ausdünnungen der Kultur führen.

Für eine gute Kulturverträglichkeit sind mindestens 3 Wochen aktives Wachstum der Kulturpflanze nach der Anwendung und vor Vegetationsende notwendig.

Eine Anwendung in durch Frost, Krankheiten oder sonstige Umstände geschwächten Beständen ist zu vermeiden. Nicht eggen, striegeln oder walzen eine Woche vor oder nach der Anwendung von Luxinum®.

Keine Anwendung von Luxinum® bei Untersaaten.

Mischungen mit anderen Herbiziden erhöhen das Risiko von Schäden an der Kultur. Unter oben beschriebenen kritischen Anwendungsbedingungen wird von Herbizidmischungen, mit Ausnahme von Pico®, abgeraten.

Mischbarkeit

Luxinum® ist mischbar mit Pico®.

Für eventuelle negative Auswirkungen von Tankmischungen mit von uns nicht als mischbar eingestuften Produkten haften wir nicht.

In Tankmischungen sind die von der Zulassungsbehörde festgesetzten und genehmigten Anwendungsgebiete und Anwendungsbestimmungen für den Mischpartner einzuhalten.

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Winterweichweizen - Fuchsschwanz, Acker-
Zugelassene Aufwandmenge
0,667 l/ha in 100 – 400 l Wasser/ha
Zeitpunkt der Anwendung

Im Vorauflauf:

Die Anwendung erfolgt vor dem Auflaufen von BBCH 00 bis 09 des Winterweichweizens.

Im Nachauflauf:

Die Anwendung erfolgt im Nachauflauf von BBCH 10 bis 29 des Winterweichweizens.

Anzahl der Anwendungen

Maximale Zahl der Behandlungen:

- in dieser Anwendung: 1
- für die Kultur bzw. je Jahr: 1

Warum Luxinum®?

Der Lichtblick in der Ungraskontrolle: Luxinum® mit dem innovativen Wirkstoff Luximo® setzt neue Maßstäbe im Getreideanbau. Mit Luxinum® haben Landwirte nun die Möglichkeit, sowohl den Acker-Fuchsschwanz als auch resistente Acker-Fuchsschwanz Biotypen effektiv zu bekämpfen. Für eine optimale Wirkung und ein ungestörtes Wachstum des Weizens empfiehlt sich die Anwendung stets in Kombination mit Pico ®– für höchste Erträge.

FAQ zur Notfallzulassung von LUXINUM®

Mit der Notfallzulassung von Luxinum® steht Landwirten in Winterweichweizen erstmals eine neue Lösung zur Bekämpfung von Acker-Fuchsschwanz zur Verfügung. Das Herbizid enthält den innovativen Wirkstoff Luximo®, der durch seine neue Wirkungsweise insbesondere bei der Bekämpfung resistenter Acker-Fuchsschwanz-Biotypen neue Möglichkeiten eröffnet. Die Notfallzulassung gilt für den Zeitraum vom 01.09. bis 29.12.2026.

Rund um die Anwendung, Wirkung, Verträglichkeit und den praktischen Einsatz von Luxinum® erreichen uns viele Fragen aus der landwirtschaftlichen Praxis. In dieser FAQ-Sammlung haben wir die häufigsten Fragen und Antworten zusammengestellt, um Ihnen eine schnelle Orientierung zu geben und Sie bei der erfolgreichen Planung Ihrer Herbststrategie gegen Acker-Fuchsschwanz zu unterstützen.

Sie haben weitere Fragen? Sprechen Sie Ihren BASF-Berater an – wir unterstützen Sie gerne bei der Entwicklung einer schlagkräftigen und nachhaltigen Ungrasstrategie.

Luxinum® hat eine Notfallzulassung gemäß Artikel 53 der VO (EG) Nr. 1107/2009 für Winterweichweizen gegen Acker-Fuchsschwanz erhalten. Die Anwendung ist vom 01.09. bis 29.12.2026 möglich.

Luxinum® ist ein Bodenherbizid zur Bekämpfung von Acker-Fuchsschwanz im Winterweichweizen. Es enthält den neu entwickelten Wirkstoff Luximo® mit Langzeitwirkung, der Acker-Fuchsschwanz in Winterweichweizen in vor und nach dem Auflaufen bekämpft. Luximo® ist der Markenname für den Wirkstoff Cinmethylin. Die vollkommen neue Wirkungsweise von Luximo® (Fettsäure-Thioestherase Hemmer) – die erste seit über zwei Jahrzehnten – spielt eine Schlüsselrolle bei der Bewältigung von Resistenzproblemen und erlaubt eine effektive Kontrolle selbst von schwer zu bekämpfenden Acker-Fuchsschwanz-Biotypen.

Luxinum® wird mit einer Aufwandmenge von 0,667 l/ha im Winterweichweizen gegen Acker-Fuchsschwanz eingesetzt.

Die Notfallzulassung umfasst die Bekämpfung von Acker-Fuchsschwanz in Winterweichweizen.

Luxinum® enthält den neuen Wirkstoff Luximo® und bietet eine neue Wirkungsweise (Fettsäure-Thioestherase Hemmer) – die erste seit über zwei Jahrzehnten in diesem Bereich.

Wirkt Luxinum® auch gegen resistente Acker-Fuchsschwanz-Biotypen?

Die beste Wirkung wird bei einer Anwendung im Vorauflauf erzielt. Eine frühe Nachauflaufanwendung ist möglich, erreicht jedoch meist nicht dieselbe Leistung.

Luxinum® wird überwiegend mit keimenden Samen und über die Wurzeln aufgenommen. Größere bereits aufgelaufene Ungräser werden daher schlechter erfasst.

Die empfohlene Strategie lautet Luxinum® 0,667 l/ha in Kombination mit Pico® 0,067 kg/ha.

Für eine optimale Wirkung wird die Anwendung in Kombination mit Pico® (enthält den bekannten Wirkstoff Picolinafen) empfohlen, um die Bekämpfungsleistung auch gegen breitblättrige Unkräuter abzusichern. Pico® verbessert auch leicht die Wirkung von Luxinum® gegen Acker-Fuchsschwanz.

Luxinum® wird wie gewohnt mit der Pflanzenschutzspritze und einer Aufwandmenge von 0,667 l/ ausgebracht. Die Wasseraufwandmenge beträgt 100 bis 400 l/ha. Die beste Bekämpfungsleistung kann im Vorauflauf (BBCH 00 bis 09) erzielt werden. Frühe Nachauflaufanwendungen (BBCH 10 bis 12) sind möglich, erzielen oft jedoch nicht dieselbe Leistung.

Voraussetzung für eine gute Wirkung und Verträglichkeit ist ein feinkrümeliges, gleichmäßig vorbereitetes, abgesetztes Saatbett mit einem guten Bodenschluss.

Das Saatgut muss mit mindestens 3 cm feinkrümeligen Bodenmaterial abgedeckt sein.

Da Luxinum® ein Bodenherbizid ist, Bodenfeuchtigkeit ist notwendig, um gute Wirkung zu bekommen. Luxinum® wirkt jedoch sehr stabil auch bei den trockneren Bedienungen.

Für eine gute Kulturverträglichkeit sind mindestens 3 Wochen aktives Wachstum der Kulturpflanze nach der Anwendung von Luxinum® und vor Vegetationsende notwendig.

In mehr als 500 Versuchen deutschlandweit und unter unterschiedlichsten Boden- und Witterungsbedingungen zeigte Luximo® beziehungsweise Luxinum® eine sehr gute Verträglichkeit in Winterweichweizen.

Die Notfallzulassung gilt ausschließlich für Winterweichweizen.

Entscheidend ist, dass Luxinum® in Kombination mit Pico® sehr hohe Wirkungsgrade erzielt. Der neue Wirkmechanismus erweitert die verfügbaren Wirkungsweisen und unterstützt ein nachhaltiges Resistenzmanagement gegen Acker-Fuchsschwanz. Gleichzeitig bleiben alle ackerbaulichen Maßnahmen wichtig, die das Populationsmanagement von Acker-Fuchsschwanz unterstützen. Unser Ziel ist ein Wirkungsgrad von 98 %. Dieses Niveau lässt sich nur erreichen, wenn alle verfügbaren Werkzeuge konsequent genutzt werden.

Die Wirkung von Luxinum® liegt je nach Bedingungen zwischen 85 % und 95 %, was für ein Bodenherbizid ein sehr gutes Leistungsniveau darstellt. In über 500 Versuchen wurde ein durchschnittlicher Wirkungsgrad von über 90 % gegen Acker-Fuchsschwanz erzielt.

Acker-Fuchsschwanz verursacht im Winterweichweizen nicht nur Ertragsverluste, sondern trägt durch seine Samenbildung auch zur Anreicherung der Samenbank im Boden bei. Durch die hohen Wirkungsgrade von Luxinum® in Kombination mit weiteren ackerbaulichen Maßnahmen gelangen weniger Samen in die Bodensamenbank. Dadurch kann der Ungrasdruck in der Fruchtfolge langfristig reduziert werden. Auf stark besetzten Flächen wird eine wirtschaftliche Produktion dadurch überhaupt erst möglich und langfristig profitabler.

BASF setzt sich dafür ein, Landwirten wirksame Lösungen zur Bekämpfung von Acker-Fuchsschwanz bereitzustellen. Welche regulatorischen Maßnahmen hierfür in den kommenden Jahren ergriffen werden, wird BASF jeweils unter Berücksichtigung der aktuellen Situation und Rahmenbedingungen prüfen.

Die Notfallzulassung gilt für den Zeitraum vom 01.09. bis 29.12.2026. Innerhalb dieses Zeitraums kann Luxinum® im Landhandel erworben und im Winterweichweizen angewendet werden.

Tragen Sie anstelle der Zulassungsnummer folgendes ein: „Notfallzulassung nach Art. 53 EG 1107/2009 vom 01.09 – 29.12.2026“ und den Link zum Dokument der BVL-Notfallzulassung

Da Luximo® ein Bodenherbizid ist und im Gegensatz zu vielen blattaktiven Sulfonylharnstoffen nicht primär über die Blattoberfläche wirkt, wird der pH-Wert des Spritzwassers in der Regel als deutlich weniger kritisch angesehen als beispielsweise bei Glyphosat oder einigen blattaktiven Herbiziden. Bisher haben wir keinen Zusammenhang zwischen dem pH-Wert des Wassers und der Wirkung von Luxinum® beobachtet.

Luximo® zeigt eine sehr stabile und konsistente Wirkung sowohl gegen FOP- als auch gegen DIM-resistente Acker-Fuchsschwanz-Populationen. Auch bei Populationen mit multiplen ALS- und ACCase-Resistenzen wurden keine relevanten Unterschiede in der Wirksamkeit festgestellt. Da Luximo® einen völlig anderen Wirkungsmechanismus (HRAC-Gruppe 30) besitzt, besteht keine Kreuzresistenz zu ALS- oder ACCase-Hemmer-Herbiziden. Die Wirkung bleibt daher über verschiedene Resistenztypen hinweg zuverlässig erhalten.

Nach den bisherigen Erkenntnissen ist bei der Anwendung von Luxinum® keine zusätzliche Ansäuerung des Spritzwassers mit Zitronensäure erforderlich. Bisher haben wir keinen Zusammenhang zwischen dem pH-Wert des Wassers und der Wirkung von Luxinum® beobachtet. Die Wirksamkeit von Luximo® wird vor allem durch Faktoren wie Bodenfeuchte, Saatbettqualität und Anwendungszeitpunkt beeinflusst.

Derzeit kann Luxinum® im Rahmen der Notfallzulassung gegen Acker-Fuchsschwanz in Winterweichweizen eingesetzt werden. Informationen zur Anwendung in weiteren Kulturen und gegen weitere Zielungräser werden wir rechtzeitig vor einer möglichen Zulassung bekannt geben.

Luxinum® wird im 5-Liter-Kanister angeboten, Pico® im 0,5-kg-Gebinde. Diese Gebindegrößen reichen bei der empfohlenen Aufwandmenge für die Behandlung von 7,5 ha aus.

Bei der Kombination aus Pico® und Luxinum® sollte zunächst Pico® (WG-Formulierung/fester Formulierungstyp) und anschließend Luxinum® (EC-Formulierung) in den Spritztank gegeben werden. Dabei sollte das Rührwerk laufen und die Produkte nacheinander in den mit Wasser vorgefüllten Tank eingemischt werden.

BASF vertreibt Luxinum® nicht direkt an landwirtschaftliche Betriebe und veröffentlicht keine unverbindliche Preisempfehlung. Bitte wenden Sie sich daher an Ihren Handelspartner, um aktuelle Preis- und Angebotsinformationen zu erhalten.

Eine Notfallzulassung ist grundsätzlich immer mit einer begrenzten Anwendungsfläche und begrenzten Produktmengen verbunden. Die konkreten Rahmenbedingungen werden im Zuge der jeweiligen Notfallzulassung festgelegt

Nach der Anwendung von Luxinum® und Pico® kann im Rahmen der üblichen Fruchtfolge grundsätzlich jede Kultur nachgebaut werden. Sollte aufgrund von Auswinterung oder anderen Umständen ein vorzeitiger Umbruch des Getreides erforderlich sein, können nach einer intensiven Bodendurchmischung von mindestens 15 cm Tiefe im Frühjahr (frühestens drei Monate nach der Anwendung) Sommergetreide, Sommerraps, Mais, Körnerleguminosen, Zuckerrüben, Sonnenblumen und Kartoffeln nachgebaut werden.

Für Luxinum® empfehlen wir ausschließlich die Kombination mit Pico®. Zusätzliche Tankmischungen mit Diflufenican (DFF) oder Pendimethalin sind nicht Bestandteil unserer Empfehlung.

Das Walzen wird insbesondere unter ungünstigen Bedingungen für das Auflaufen und die Entwicklung des Winterweizens empfohlen, um einen guten Bodenschluss sicherzustellen. Verfügt die Sämaschine bereits über Andruckrollen und sind Saatbett, Ablagetiefe und Bodenschluss optimal, ist ein zusätzliches Walzen in der Regel nicht erforderlich.

Luximo® wird im Boden durch natürliche biologische und chemische Prozesse schrittweise abgebaut. Die Endprodukte des Abbaus bestehen letztlich aus natürlich vorkommenden Verbindungen auf Basis von Kohlenstoff (C), Wasserstoff (H) und Sauerstoff (O). Nach den bisherigen Erkenntnissen erwarten wir keine relevanten Probleme hinsichtlich des Grundwasserschutzes. Die Bewertung von Metaboliten und deren Verlagerungsverhalten erfolgt zudem im Rahmen der behördlichen Prüfung und Zulassung.

Nach den bisherigen Erfahrungen haben Formulierungshilfsstoffe wie Herbosol® bei Luxinum® keinen signifikanten Einfluss auf Wirkung oder Verträglichkeit

Nach den bisherigen Erkenntnissen gibt es keine Hinweise darauf, dass Luximo® grundsätzlich resistenzgefährdeter ist als andere Bodenherbizide. Luximo® wirkt über einen neuartigen Wirkungsmechanismus (HRAC-Gruppe 30) und hemmt die Enzyme FAT-A und FAT-B. Dadurch besteht derzeit keine Kreuzresistenz zu den etablierten Herbizidklassen gegen Acker-Fuchsschwanz.

Unabhängig vom Wirkstoff empfehlen wir, alle verfügbaren Maßnahmen des Resistenzmanagements konsequent umzusetzen. Dazu gehören Wirkstoffwechsel, Fruchtfolge, ackerbauliche Maßnahmen sowie die Anwendung der empfohlenen Aufwandmengen.

Luxinum® kann mit 100 bis 400 l Wasser/ha ausgebracht werden. Die optimale Wassermenge hängt unter anderem von der verwendeten Technik und den Einsatzbedingungen ab. Entscheidend ist vor allem eine gleichmäßige Verteilung des Herbizids auf der Bodenoberfläche, um eine bestmögliche Wirkung zu erzielen.

Luxinum® zeigt gegen Weidelgras, Windhalm und weitere Ungräser eine sehr gute Wirkung. Allerdings bezieht sich die aktuelle Notfallzulassung ausschließlich auf die Bekämpfung von Acker-Fuchsschwanz in Winterweichweizen.

Eine pfluglose Bestellung nach Mais ist möglich. Wichtig ist, dass das Saatgut mit mindestens 3 cm Boden bedeckt ist und ein guter Bodenschluss gewährleistet wird.

Bei überdurchschnittlich hohen Niederschlägen in den ersten Tagen nach der Anwendung können Wuchshemmungen und Ausdünnungen des Winterweizens auftreten. Das Risiko lässt sich jedoch durch die Einhaltung der Anwendungsempfehlungen deutlich reduzieren. Besonders wichtig sind ein gut vorbereitetes Saatbett, ein guter Bodenschluss sowie eine Saatgutabdeckung von mindestens 3 cm Boden.

Eine Anwendung auf leichten Böden ist möglich. Eine gute Saatgutabdeckung ist wichtig. Humusarme Sandböden, sehr durchlässige Böden sowie sehr flachgründige Standorte sind allerdings von der Behandlung auszuschließen.

In unseren bisherigen Versuchen konnten wir keine relevanten Unterschiede in der Verträglichkeit zwischen verschiedenen Winterweizensorten feststellen. Die Erfahrungen basieren auf einer sehr breiten Datenbasis mit mehr als 600 Versuchen in Deutschland. Auch aus der praktischen Anwendung in England gibt es keine Hinweise auf Unterschiede zwischen den Weizensorten.

Unter bestimmten Bedingungen kann Walzen nach der Saat sowohl die Wirkung als auch die Verträglichkeit von Luxinum® verbessern. Insbesondere unter ungünstigen Bedingungen für das Auflaufen und die Entwicklung des Winterweizens sorgt Walzen für einen besseren Bodenschluss und eine gleichmäßigere Saatgutablage. Dadurch wird das Saatgut besser mit Boden bedeckt und das Risiko von Verträglichkeitsproblemen reduziert. Luxinum® sollte nach dem Walzen angewendet werden.

Auch bei späteren Anwendungen zeigt Luxinum® grundsätzlich eine gute Verträglichkeit in Winterweizen. Entscheidend ist jedoch, dass nach der Anwendung noch ausreichend Zeit für aktives Wachstum der Kultur verbleibt. Für eine gute Kulturverträglichkeit sollten mindestens drei Wochen aktives Wachstum vor Vegetationsende möglich sein.

Unter optimalen Bedingungen können sehr hohe Wirkungsgrade bis nahezu 100 % erreicht werden. Wenn ein gut abgesetztes, feinkrümeliges Saatbett vorbereitet ist, eine gewisse Bodenfeuchtigkeit vorhanden ist beziehungsweise etwas Niederschlag fällt, der Acker-Fuchsschwanz relativ gleichmäßig und in einer Welle aufläuft und der Anwendungstermin gut passt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass ein Wirkungsgrad von 97 % und mehr erreicht wird

Grundsätzlich gelten für Luximo® dieselben Resistenzmanagement-Prinzipien wie für andere Herbizide. Um die langfristige Wirksamkeit zu erhalten, empfehlen wir:

  • Fruchtfolgen abwechslungsreich gestalten.
  • Ackerbauliche Maßnahmen zur Ungrasbekämpfung konsequent nutzen.
  • Herbizide mit unterschiedlichen Wirkungsmechanismen in die Strategie einbauen.
  • Die empfohlenen Aufwandmengen einsetzen und Unterdosierungen vermeiden.

Ein konsequentes integriertes Resistenzmanagement ist die beste Voraussetzung, um die Wirksamkeit von Luximo® langfristig zu sichern. Luximo® besitzt einen neuartigen Wirkungsmechanismus (HRAC-Gruppe 30); dennoch sollte auch dieser Wirkungsmechanismus aktiv geschützt werden.

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