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Landwirtschaft

Schwarzbeinigkeit [Gaeumannomyces graminis tritici]

Schwarzbeinigkeit

Ausbreitung/ Übertragung

Bodenbürtiger Pilz, der auf Ernterückständen, Ausfallgetreide und Ungräser (Quecke) überdauert, befällt zunächst die Feinwurzel und schließlich das ganze Wurzelsystem. Er kann im Boden nur geringste Distanzen überbrücken und tritt so nesterweise auf. Förderlich für die Ausbreitung sind feuchte, basische Böden mit einer Bodentemperatur zwischen 12-20° C sowie eine enge Getreidefruchtfolge.

Vorkommen

Weizen, Winterweizen ausgeprägter als Sommerweizen

Diagnose

Stark reduziertes und schwarz verfärbtes Wurzelsystem. Im späteren Stadium werden die Konenwurzeln und die Halmbasis angegriffen, die dann ebenfalls schwarz verfärbt sind. Der Wasser- und Nährstoffhaushalt wird wesentlich gestört, einzelne Pflanzen sterben ab, andere bleiben im Wuchs zurück. Bei Trockenperioden sind Notreifeerscheinungen und Weißährigkeit zu beobachten.

Bekämpfung

Vorbeugende ackerbauliche Maßnahmen

• Bodenansäuerung durch Ammonium-Stickstoff-Dünger

• Getreideanteil in der Fruchtfolge reduzieren

• Bodenstrukturfördernde Maßnahmen durchführen

• Minimalbodenbearbeitung (verhindert die Ausbreitung)

• Gute Nährstoffversorgung

• Fördern einer schnellen und kräftigen Jugendentwicklung

• Queckebekämpfung

Fungizidmaßnahmen

• Beizmittel

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