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Landwirtschaft

Steinbrand, Weizen [Tilletia caries]

Steinbrand

Ausbreitung/ Übertragung

Die widerstandsfähigen Brandsporen haften am Weizenkorn oder überdauern im Boden. Aus ihnen entwickelt sich ein Myzel, das den Keimling infiziert. Die Pilzhypen wachsen dann interzellulär den Halm herauf ohne sichtbare Symptome zu zeigen. Erst während der Schossphase, wenn die Ährenanlagen besiedelt werden, ist ein Befall zu erkennen. Anstelle von Körnern bilden sich Brandbutten. Diese enthalten bis zu 4 Millionen Brandsporen. Die Brandsporen werden beim Dreschen freigesetzt und bleiben an den gesunden Körnern haften.

Vorkommen

Winterweizen, gelegentlich Sommerweizen und Dinkel

Diagnose

Befallene Pflanzen können etwas kürzer sein. Ansonsten ist der Steinbrand nur an der Ähre zu erkennen. Die Ähren werden blaugrün und kommen nicht zur Blüte. Es bilden sich schmierige, dann harte, matte, graubraune Brandbutten anstelle der Körner. Die Brandbutten enthalten schwarzbraunes, nach Heringslake riechendes Sporenpulver.

Den Steinbrand kann man vom Zwergsteinbrand (Tilletia controversa) dadurch unterscheiden, dass die Halme beim Zwergsteinbrand deutlich stärker verkürzt sind und die Brandbutten eine festere Konsistenz haben.

Bekämpfung

Vorbeugende ackerbauliche Maßnahmen

• Gesundes Saatgut verwenden

• Rasches Auflaufen des Getreides fördern

• Wenig anfällige Sorten anbauen

Fungizidmaßnahmen

• Saatgutbeizung

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