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Landwirtschaft

Steinbrand, Zwerg- [Tilletia controversa]

Zwergsteinbrand

Ausbreitung/ Übertragung

Die Zwergsteinbrandsporen, die sich im Boden befinden und bis zu 10 Jahre überdauern können, befallen den Keimling nur an der Bodenoberfläche. Dabei sind kühle Temperaturen von 0 bis 5° C und Schwachlicht für 2 bis 3 Monate erforderlich (Beispielsweise: unter einer Schneedecke). Die Pilzhypen wachsen dann interzellulär den Halm herauf ohne sichtbare Symptome zu zeigen. Erst während der Schossphase, wenn die Ährenanlagen besiedelt werden, ist ein Befall zu erkennen. Anstelle von Körnern bilden sich Brandbutten. Verbreitet wird der Erreger durch ungebeiztes infiziertes Saatgut, befallenes Stroh, Gülle bzw. Stallmist und Maschinen, die mit den Sporen in Berührung kommen.

Vorkommen

Winterweizen, Winterroggen, Wintertriticale

Diagnose

Typisch für den Zwergsteinbrand ist eine starke Bestockung der befallenen Pflanzen, sowie eine Aufhellung. Die Pflanze erreicht nur 1/3 bis 2/3 an Höhe einer gesunden Pflanze. Die gebildeten Brandbutten haben zur Blütezeit bereits ihre Endgröße erreicht. Im Vergleich zum Steinbrand sind die Brandbutten des Zwergsteinbrands kleiner, runder, fester und zerstäuben schwerer.

Bekämpfung

Vorbeugende ackerbauliche Maßnahmen

• Saatgut aus befallsfreien Beständen verwenden

• Fruchtfolge: Winterweizenanteil nicht über 20%

• Verzicht auf frühe Saattermine

Fungizidmaßnahmen

• Saatgutbeizung

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