Agricultural Solutions
Landwirtschaft

Digitalisierung

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Die Digitalisierung nutzt, ausgehend von der Landwirtschaft, der gesamten Wertschöpfungskette für Lebensmittel bis hin zum Verbraucher.

Die Schlüsselworte lauten "Dokumentation" und "Rückverfolgbarkeit": Lückenlose Dokumentation der Produktion schafft Sicherheit und die Rückverfolgbarkeit bringt Vertrauen. Dominik Bellaire: "Das Smartphone ist mein zentrales Arbeitsgerät, weil ich damit Wetterprognosen und Prognosemodelle für den Infektionsdruck der Pflanzenbestände auf einen Blick habe."

Die Digitalisierung ist längst Standard in der Landwirtschaft.

"Mehr als acht von zehn landwirtschaftlichen Betrieben in Deutschland setzen digitale Technologien oder Anwendungen ein", lautet das zentrale Ergebnis einer Umfrage aus dem Jahr 2020. Die repräsentative Studie im Auftrag des Branchenverbandes Bitkom, des Deutschen Bauernverbandes und der Landwirtschaftlichen Rentenbank kommt zu dem Resultat, dass GPS-gesteuerte Landmaschinen besonders weit verbreitet sind. 45 Prozent der befragten Landwirte nutzen diese Technologie. Fast genauso viele, 40 Prozent, arbeiten mit Apps, die es erlauben Dünger und Pflanzenschutzmittel gezielt auszubringen.

Hingucker sind sie schon und das im doppelten Sinne: Drohnen. Einerseits, weil sie als Flugobjekte beeindrucken, anderseits, weil die Drohnen selbst genau hinschauen. Oder vielmehr übernehmen das die von ihnen transportierten Kameras mit speziellen Filtern. Aus den so gewonnen Daten können die Landwirte mit Software-Programmen wichtige Informationen über den Zustand ihrer Pflanzen und Böden gewinnen: Ob die Pflanzen unter Stress leiden, weil es an Wasser oder Dünger mangelt, selbst Krankheiten im Bestand lassen sich erkennen. Über die Jahre hinweg verdichtet sich der Informationsgehalt und die Landwirte lernen ihre Flächen, genau genommen deren Eigenschaften, wesentlich besser kennen. Die Vorteile sind eindeutig. Wer als Landwirtin oder Landwirt weiß, wie es um die Ackerkulturen und die Böden steht, kann alle Maßnahmen vom Pflanzenschutz über die Düngung bis zur Ernte gezielter, sprich effizienter und damit ressourcenschonender, umsetzen.

Künstliche Intelligenz auf dem Acker

Der VDMA erkennt vier wichtige Vorteile in der digitalen Landwirtschaft: Es beginnt mit dem punktgenauen Zeit- und Betriebsmitteleinsatz bei wachsenden Ertragspotentialen. Hinzu kommt laut dem Verband die volle Prozesskontrolle entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Als Drittes werden merklich reduzierte Arbeitskosten angeführt. Und als vierten positive Aspekt nennt der VDMA eine deutlich erhöhte Produktivität bei steigender Nachhaltigkeit.

Die Digitalisierung beeindruckt durch faszinierende Innovationen. Das „Smart-Spraying-System“ gehört zweifelsohne dazu. Diese digitale Pflanzenschutzspritze gestattet es, Unkräuter punktgenau zu bekämpfen. Möglich wird dies durch integrierte Kameras und künstliche Intelligenz. Einfach ausgedrückt unterscheidet der Smart-Sprayer zwischen Kulturpflanzen und Unkräutern. Herbizide werden punktgenau nur dort ausgebracht, wo die Unkräuter auf dem Acker stehen.

So wichtig diese ökonomisch-organisatorischen Perspektiven sind, im Alltag rettet die digitale Landwirtschaft sogar das Leben von Wildtieren. Mit einer Wärmebildkamera ausgerüstete Drohnen erkennen im Frühling und Sommer kleine Rehkitze in Wiesen. Vor dem Mähen eingesetzt, können die Tiere dann, selbstverständlich mit einem Büschel Gras und nicht mit bloßen Händen, von der Fläche getragen werden und entgehen dem Mähwerk.

Power aus der Pfalz

Auf dem Handy hat Bellaire seine gesamten Flächen hinterlegt. Mal eben rasch über das Display gewischt, kann er auf einen Blick den Aufwand und Ertrag erfassen. „Zur Digitalisierung bin ich gekommen“, berichtet der Pfälzer, „indem ich mir Gedanken gemacht habe, wie ich die Ressourcen besser nutzen kann.“ Daraus ergebe sich das anspruchsvolle Ziel, Biodiversität und gesunde Lebensmittel zu erzeugen noch besser zu verbinden.

Auf dem Weg dorthin müssen nicht nur Landwirte die Digitalisierung anwenden, sondern zugleich die Praxistauglichkeit der entsprechenden Systeme seitens der Anbieter weiter verbessert werden. Oder wie es Bellaire formuliert: „Die ersten Schritte sind gemacht. Jetzt müssen Feinheiten optimiert werden.“ So sei unter anderem in der Kompatibilität „noch Luft nach oben“.

Der Ackerbauer aus der Pfalz nutzt digitale Produkte für alle Aufgaben: Von der Aussaat mit Biomasse-Karten, die das natürliche Ertragspotential darstellen, über Modelle für Düngung und Pflanzenschutz, bis hin zur digital dokumentierten Ernte. Diese ist auf den insgesamt 200 Hektaren des Familienbetriebes erstaunlich vielfältig. Mehr als zehn Kulturen, darunter „Exoten“ wie Tabak, umfasst die Fruchtfolge. Hinzu kommen Blühstreifen am Ackerrand.

Die Digitalisierung ermöglicht es, die natürlichen Ressourcen noch schonender zu behandeln. Das ist ökologisch und ökonomisch vorteilhaft. Dominik Bellaire denkt bei dem Thema weiter. „Was ich mir durch die Digitalisierung verspreche“, sagt der 41-Jährige, „ist das Vertrauen zwischen Landwirt und Verbraucher zu stärken. Und das erreiche ich durch Transparenz.“

Durch die digitale Dokumentation könne er dem Verbraucher beispielsweise zeigen, warum und wie Pflanzenschutz eingesetzt werde. Für den Ackerbauern stellt der integrierte Pflanzenschutz den richtigen Weg dar. Mit zahlreichen Maßnahmen, wie einer vielfältigen Fruchtfolge, wird versucht den Einsatz der Mittel zu minimieren. Landwirte wie Bellaire orientieren sich an Schadschwellen und behandeln ihre Bestände nach einem einfachen und wirksamen Motto: So viel wie nötig und so wenig wie möglich.

Feingefühl für die Natur entscheidend.

Auf seinen digital gemanagten Flächen fördert der Landwirtschaftsmeister die Biodiversität unter anderem durch so genannte Lerchenfenster. Die rund 20 Quadratmeter Einzelflächen sind über die Äcker verteilt und erscheinen zunächst einmal recht unauffällig. Getreide oder andere Kulturen wachsen dort nicht, denn während der Aussaat wurden diese Flächen bewusst nicht bestellt.

„Das sind Start- und Landebahnen für Feldlerchen“, erläutert Bellaire und weist damit auf den fast selbsterklärenden Namen der Schutzmaßnahme hin. In dichten Beständen können die Tiere nicht landen. Einmal auf den Boden angekommen, suchen die Lerchen dann aber rasch die angrenzende schützende Feldkultur auf. Es versteht sich von selbst, dass in den Lerchenfenstern die Digitalisierung präsent ist. Regionale Vogelkundler begleiten das Projekt mit Wildkameras.

„Ich arbeite mit und nicht gegen die Natur“, betont Dominik Bellaire. Ihn mache es stolz, wenn die Kulturen gedeihen und er die Früchte seiner Arbeit sehen könne.

Von der Digitalisierung ist er überzeugt, doch in einem ist er sich ganz sicher: „Ersetzen wird Digitalisierung den Landwirt nie, weil es immer noch auf das Feingefühl des Landwirts für die Natur ankommt. Mit der Symbiose aus all dem werden wir in Zukunft erfolgreich sein.“

Digital zu besseren Ergebnissen

Kaum ein Beruf hat sich so sehr verändert wie der des Landwirts. Geprägt durch Züchtung und technischen Fortschritt ist die Landwirtschaft deutlich produktiver und nachhaltiger geworden. Und dabei spielt Digitalisierung eine ständig zunehmende Rolle. Weil sie die Arbeit erleichtert. Weil sie bessere Ergebnisse ermöglicht. Und weil sie eine nachhaltige Wirtschaftsweise unterstützt.

So kam beispielsweise eine unabhängige Studie der Universität Kiel zu dem Ergebnis, dass sich mit digitaler Hilfe die Menge an ausgebrachten Pflanzenschutzmitteln deutlich optimieren lässt bei gleichbleibenden Erträgen. Besonders positiv schnitt dabei der xarvio FIELD MANAGER ab.

Tatsächlich haben die Möglichkeiten digitaler Entscheidungshilfe massiv zugenommen.

So sind heute Aussagen zum Wachstumsstadium von Nutzpflanzen und mobile Warnmeldungen zum Risikostatus für Krankheiten und Schädlinge zu einer unentbehrlichen Hilfe geworden. Die Digitalisierung macht's möglich.

Ebenso feldzonenspezifische variable Karten, mit deren Hilfe Saatgut, Nährstoffe und Pflanzenschutzmittel ganz gezielt ausge-bracht werden können. Zugenommen hat dabei auch die Nutzer-freundlichkeit: Denn die Karten lassen sich mit fast allen gängi-gen Maschinen und Terminals nutzen. So sorgt Digitalisierung für einen optimierten Einsatz von Betriebsmitteln.

Und digitale Sensoren im Feld oder an der Maschine analysieren heute schon die Art und Menge der auftretenden Insekten. Die entsprechenden Handlungsempfehlungen gibt’s automatisch dazu.

Doch von der digitalen Möglichkeit bis zur alltagstauglichen Lö-sung ist es stets ein weiter Weg. Wir sind ihn gegangen – mit un-seren xarvio-Produkten. Dabei werden große Datenmengen er-fasst, automatisiert miteinander abgeglichen und ausgewertet.

Dadurch wurde etwa der xarvio FIELD MANAGER zur weltweit führenden Plattform in der digitalen Pflanzenbauoptimierung. Mit gutem Grund, denn er macht sich bezahlt: So steigern die satellitenbasierten variablen Applikationskarten für Aussaat, Düngung und Pflanzenschutz allein beim Fungizid-Einsatz im Weizen den Deckungsbetrag im Schnitt um 33 Euro pro Hektar. Und der Applikations-Timer, der den optimalen Zeitpunkt für Behandlungen empfiehlt, sorgt für ein weiteres Plus von 32 Euro Deckungsbeitrag pro Hektar.

Die xarvio SCOUTING App kann z. B. mehr als 250 Unkräuter unterscheiden, Gelbschalen auswerten oder über 400 Krankheiten in mehr als 50 Kulturen erkennen.

Und mit HEALTHY FIELDS bietet xarvio inzwischen sogar eine ergebnisorientierte Lösung an. Dabei wird dem Anwender Blattgesundheit nicht nur versprochen, sondern vertraglich garantiert. Ermöglicht wird dies durch eine optimierte, feldspezifische Pflanzenschutz-Strategie.

Und weil Digitalisierung immer auch etwas mit Datenübertragung zu tun hat, sind wir auch hierbei einen neuen Weg gegangen: xarvio CONNECT macht den drahtlosen Datenaustausch mit den Maschinenterminals schnell, sicher und bequem.

Ohne Zweifel: Die Zukunft ist digital. Aber die Gegenwart auch.

Interesse geweckt? Mehr Informationen gibt es unter www.xarvio.com

xarvio™ – Digital Farming Solutions

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Die Zukunft der Landwirtschaft ist digital. Und sie hat längst begonnen.

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