Krankheitsbekämpfung im Getreide
Die Behandlungen müssen sitzen!
Ob Septoria und Braunrost im Weizen oder Ramularia und Netzflecken in der Gerste: Die wichtigsten Schaderreger im Getreide müssen erfolgreich und sicher bekämpft werden. Es wird immer schwieriger, weil sich viele Erreger zunehmend an einzelne Wirkstoffe anpassen. Doch ein neuer Azol-Wirkstoff hält stabil dagegen – Revysol®. Wie wirkt er – und wie können Sie ihn am nutzbringendsten einsetzen?
Herausforderungen und Lösungen
… im Weizen:
Septoria tritici und Braunrost bestimmen das Krankheitsgeschehen in Deutschland. Die besondere Herausforderung: Beide Schadpilze passen sich sehr unterschiedlich an verschiedene Wirkstoffklassen an. Darum sind Wirkstoffkombinationen mit unterschiedlichen Wirkmechanismen so wichtig!
• Das Rückgrat in der Bekämpfung der wichtigen Weizenkrankheiten ist Revysol®. Dieses neue Azol übertrifft deutlich die Wirksamkeit der bisherigen Azole – und das insbesondere bei Septoria und Braunrost.
• Xemium® bietet vor allem bei Septoria, Gelb- und Braunrost eine wichtige Wirkunterstützung und liefert eine sehr gute Dauerleistung.
• F 500® ist als Strobilurin besonders wirksam bei allen Rostkrankheiten und stärkt durch seine herausragende physiologische Zusatzleistung eine wichtige Unterstützung bei der Ertragsbildung des Weizens.
Vor allem bei älteren Azolen geht die Wirksamkeit gegen Septoria schrittweise zurück. Neue Azole – vor allem Revysol® – dagegen überzeugen durch deutlich höhere und stabilere Wirksamkeit gegen Septoria und schließen dabei gleichzeitig eine sehr gute Wirksamkeit gegen den Braunrost mit ein.
TIPP!
Die Kombination von Revysol® mit SDHIs (zum Beispiel Xemium®) sichert die Bekämpfungsleistung ab und verzögert die Resistenzentwicklung!
Vorteile von Revysol®:
- Hohe Basisleistung gegen die wichtigsten Erreger im Weizen: Septoria und Braunrost
- Breite Wirksamkeit – sowohl kurativ als auch protektiv
- Überlegene Wirkung als Einzelwirkstoff und in Kombination mit SDHIs
- Deutlich wirkungsstärker als ältere Azole
Herausforderung und Lösungen
... in der Gerste
Ramularia und Netzflecken sind die wichtigsten Krankheitserreger in der Gerste – ebenfalls mit deutlichem Trend zur Resistenz gegenüber vielen Fungizid-Wirkstoffen.
Vor allem Ramularia hat sich zu einer schwer bekämpfbaren Krankheit entwickelt. An die SDHI liegen vorwiegend mildere Anpassungen vor, sodass die Wirkstoffe weiterhin eine wichtige Rolle spielen. Anders sieht es bei der Resistenzentwicklung gegenüber den Azolen aus. Ältere Wirkstoffe sind vor allem gegenüber den hoch angepassten Isolaten fast wirkungslos. Lediglich das neue Revysol® kann hier mit einer sicheren und nachhaltigen Leistung überzeugen.
Kombinationsprodukte aus wirksamen Azolen und SDHIs bleiben sehr wichtig. In Befallsgebieten hat sich die Ergänzung um einen Kontaktwirkstoff bewährt und in Starkbefallsgebieten ist eine Doppelbehandlung mit Ramularia-aktiven Wirkstoffen ein Muss zur Ertragsabsicherung!
TIPP!
Bei Starkbefall mit Netzflecken unbedingt die Kombinationen durch das Strobilurin F 500® ergänzen, dies ist bei der Bekämpfung der Netzflecken nahezu alternativlos.
Dr. Martin Semar und Dr. Marcel Kienle (vom Revysol®-Wissenschaftsteam):
"Revysol® bleibt auf der Blattoberfläche haften, wird sehr schnell und gut aufgenommen und im Blatt verteilt. So kann der Wirkstoff sofort die Krankheit bekämpfen und ist gleichzeitig sehr gut vor Umwelteinflüssen wie zum Beispiel Regen geschützt. Und die lange Dauerleistung macht Sie flexibel in der Anwendung!"
Klimawandel: Gefahr durch Schaderreger nimmt zu
Die linke Karte zeigt Normalwerte der Temperaturen im Frühjahr in den Jahren 1971 bis 2000. Die Karte rechts veranschaulicht die aktuelle Abweichung von diesen Normalwerten. Es ist heute im Schnitt deutlich wärmer – deutschlandweit. Die Folge: Die Vegetationsperiode verlängert sich, die frühen Entwicklungsstadien dehnen sich aus. Je nach Witterung können sich frühe Krankheiten stärker ausbreiten.
Auf einen Blick
Septoria und Braunrost, Ramularia und Netzflecken: Alle vier Erreger passen sich dynamisch an einzelne Wirkstoffklassen an. Dadurch drohen Resistenzen und Minderwirkungen.
Eine stabile Leistung bieten vor allem neue Azole wie Revysol®. Dieses einzigartige Isopropanol-Azol hat eine flexible Molekülstruktur – und ist damit maximal leistungsstark gegen viele Pilzerkrankungen und gleichzeitig geschützt vor einer Resistenzentwicklung. In Kombination mit nicht kreuzresistenten Wirkstoffen sichert der Wirkstoff die Bekämpfungsleistung und den Resistenzschutz ab.
Wichtig ist auch die Sortenwahl, denn: Sorten schützen Fungizide und Fungizide schützen Sorten! Schaderreger werden nicht müde, sie entwickeln sich weiter und passen sich an. Deshalb muss auch die Bekämpfungsstrategie stetig angepasst werden, um den wirtschaftlichen und nachhaltigen Getreideanbau zu sichern. Eine zentrale Aufgabe für forschende Unternehmen wie BASF!