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Landwirtschaft

Botrytisstrategien für einen erfolgreichen Weinbau

Höhere Botrytis-Bekämpfungserfolge bei kompakten Rebsorten

In vielen kompakten Rebsorten treten bereits Mitte September Fäulnisnester auf.

Verantwortlich hierfür ist häufig

  • das gegenseitige Abdrücken der Beeren bei kompakter Traubenstruktur und
  • die anschließende Besiedlung der Wunden durch Fäulniserreger.

Durch den früheren Reifebeginn und die wärmeren Witterungsbedingungen, werden die Wunden nicht nur von Botrytis, sondern auch von der Essigfäule und anderen Sekundärfäulen (z. B. Penicillium) besiedelt. Die Auflockerung der Traubenstruktur spielt bei kompakten Rebsorten deshalb eine wichtige Rolle in der Fäulnisvermeidung.

Die besten Wirkungsgrade in der Fäulnisvermeidung werden erzielt durch

  • den Einsatz von Bioregulatoren in der Kombination mit einer Entblätterung,
  • einen gezielten Botrytizideinsatz bei kompakten Rebsorten.

Das haben Versuche und Praxiserfahrungen in den letzten Jahren gezeigt.

Als hochwirksamer Bioregulator zur Vermeidung von Fäulnis steht Regalis® Plus zur Verfügung. Der aktive Wirkstoff in Regalis® Plus , Prohexadion-Calcium, hemmt bestimmte Schritte in der Gibberelin-Biosynthese. In Weinreben führt der Einsatz von Regalis® Plus während der Rebblüte zu einer Auflockerung der Traubenstruktur. Dadurch wird bei kompakten Rebsorten das gegenseitige Abquetschen der Beeren und damit verbundene Verletzungen der Beerenhaut mit nachfolgendem Fruchtfäule-Befall deutlich reduziert.

  • Applikationen bei höherer relativer Luftfeuchte oder nach nächtlicher Taubildung fördern die Aufnahme des Wirkstoffes Prohexadion-Calcium in die Pflanze. Deshalb wird eine Applikation in den frühen Morgenstunden oder in den Abendstunden empfohlen. Nicht bei hohen Temperaturen applizieren!
  • Für eine gute Benetzung ist eine beidseitige Applikation der Traubenzone notwendig – jede Gasse fahren!
  • Bei der Applikation ist auf eine zielgerichtete Ausbringung in die Traubenzone achten.
    Keine Behandlung von gestressten (z. B. Chlorose, Trockenheit) und schwachwüchsigen Anlagen.
  • Einsatzempfehlung Regalis®: Vollblüte ES 65 (50% der Blütenkäppchen abgeworfen): höchste Trefferquote

1,0-1,2 kg/ha Regalis® Plus:

Weißburgunder, Sauvignon blanc, Auxerrois

1,2-1,5 kg/ha Regalis® Plus:

Spätburgunder, Grauburgunder, Schwarzriesling, Frühburgunder, Gewürztraminer, St. Laurent, Morio Muskat, Faberrebe, Rieslaner, Cabernet Cubin

1,5-1,8 kg/ha Regalis® Plus:

Riesling, Portugieser, Scheurebe, Müller-Thurgau, Gutedel, Dornfelder, Acolon, Muskateller

Neben kulturtechnischen Maßnahmen ist der gezielte Einsatz von Spezialbotrytiziden ein wichtiger Baustein in der Fäulnisvermeidung. Zur Bekämpfung von Botrytis stehen Ihnen mit Cantus® und Scala® zwei Botrytizide mit völlig unterschiedlichen Wirkstoffklassen zur Verfügung. Um Resistenzen zu vermeiden, sollte jedes Botrytizid max. nur 1 x pro Saison eingesetzt werden.

Kurz vor Traubenschluss besteht die letzte Möglichkeit das Stielgerüst und die Ansatzstellen der Beeren mit einem Fungizidbelag zu versehen um frühe Botrytisinfektionen im Traubeninneren zu vermeiden.

Mit dem „Weichwerden“ der Beeren beginnt die anfällige Phase für direkte Botrytisinfektionen an den Beeren. Für die Abschlussbehandlung sollten die Beeren deshalb mit einem Botrytisschutz versehen werden um frühe Botrytisinfektionen an den Beeren zur vermeiden.

Regalis® Plus

  • Kein gegenseitiges Abdrücken der Beeren
  • Starke Verringerung des Infektionsdrucks
  • Optimale Ergänzung zu Botrytiziden

Fäulnisvermeidung durch Auflockerung der Traubenstruktur

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