Regionalberatung BASF Agricultural Solutions

Unkrautbekämpfung im Mais

Frühzeitiger Herbizideinsatz bringt Wirkungssicherheit

Aktuelle Situation

  • Um dem Mais eine zügige Jungendentwicklung zu ermöglichen, sollte der Bestand frühzeitig unkrautfrei gehalten werden.
  • Die aktuelle Trockenheit stellt die Bodenherbizide vor eine Herausforderung.
  • Dimethenamid-P braucht von allen Bodenwirkstoffen die geringste Feuchtigkeit (5-10mm).

Meine Empfehlung für Sie

  • Planen Sie die Herbizidmaßnahme rechtzeitig.
  • Die Verträglichkeit von Herbizidmaßnahmen ist grundsätzlich umso besser, je kleiner der Mais ist.
  • Starke Tag/Nacht-Temperaturschwankungen vermeiden.
  • Wachsschicht beachten (1-2 Tage Sonne nach Regenphase).
  • Nach dem Wegfall verschiedener Bodenwirkstoffe nimmt der Wirkstoff Dimethenamid-P in den Spectrum® -Produkten eine zentrale Rolle als Bodenpartner ein.
  • Spectrum® -Produkte zeichnen sich durch eine breite Wirksamkeit und hohe Wirkungssicherheit - auch unter trockenen Bedingungen, sowie voller Verträglichkeit selbst unter kühlen Bedingungen wie in 2025 aus.

Um entscheiden zu können, welcher Bodenpartner möglich ist, muss zunächst geklärt werden, ob die Auflage NG362 für Terbuthylazin-haltige Produkte greift. Demnach sind auf derselben Fläche innerhalb eines 3-Jahreszeitraumes nur noch 1 Behandlung mit max. 850 g/ha TBA erlaubt. Auf betroffenen Flächen darf kein Terbuthylazin eingesetzt werden.

TBA-haltige Empfehlung im frühen Nachauflauf:

2,0 l/ha Spectrum® Gold + Triketon- und/oder Gräserpartner*

In grundwassersensiblen Gebieten und auf sehr leichten, durchlässigen Standorten sollten Sie auf den Wirkstoff Terbuthylazin verzichten!

TBA-freie Empfehlung im frühen Nachauflauf:

1,2 l/ha Spectrum® + Triketon- und/oder Gräserpartner* oder

3 l/ha Spectrum® Plus + Triketon- und/oder Gräserpartner*

Mit Spectrum® Plus wird die Bodenwirkung noch breiter und sicherer (z.B. bei Weißer Gänsefuß, Klettenlabkraut, Hirsearten u.a.)

* als Zumischpartner eignen sich je nach Bedarf (nur Hirsen + Unkräuter oder inkl. Gräser):

  • alle Mesotrione- oder Tembotrione-haltigen Produkte wie z.B. Botiga®, Zingis®, Callisto® o.ä.
  • Inkl. Gräserwirkung: Alle Sulfonylharnstoff-haltigen Produkte auf Basis Nicosulfuron, Rimsulfuron oder Foramsulfuron (z.B. Motivell® Forte, Task®, Elumis® und andere), Maister®,
  • Inkl. Gräserwirkung Sulfonylharnstoff-frei: Laudis®

Gegen Problemunkräuter wie z.B. Storchschnabel sollten Spectrum® und Spectrum® Plus frühzeitig eingesetzt werden. Auf Hangflächen neben Gewässern können Sie z.B. Spectrum® + Callisto®/Botiga® oder Spectrum® + Task® einsetzen. Ein 5m-Abstand (ab 75%-Düse) zu Gewässern ist jedoch einzuhalten. Dies gilt für Spectrum® mit der bisherigen Zulassungsnummer 024803-0.

®=eingetragene Marke von BASF; Botiga®, Motivell® Forte, Task®= Certis Belchim B.V.; Zingis®= ADAMA Deutschland GmbH; Elumis®, Callisto®= Syngenta Agro GmbH, Maister®, Laudis® = Bayer Crop Science

Für Spectrum Plus sind folgende Auflagen einzuhalten: NT145 Das Mittel ist mit einem Wasseraufwand von mindestens 300 l/ha auszubringen. NT146 Die Fahrgeschwindigkeit bei der Ausbringung darf 7,5 km/n nicht überschreiten.NT170 Die Windgeschwindigkeit darf bei der Ausbringung des Mittels 3 m/s nicht überschreiten.

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 Martina Schamberger

Martina Schamberger

Verkaufsberaterin

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