Schwarzrost, Roggen

Schwarzrost

Ausbreitung/ Übertragung

Die Teleutosporen keimen im Frühjahr auf Ernterückstände bei einer Luftfeuchtigkeit von 95%. Sie bilden eine weitere Sporenform: Basidosporen. Auf dem Zwischenwirt Berberitze keimen sie bei günstiger Witterung aus und wachsen zu einem interzellulären Myzel aus. Unterhalb der Epidermis an der Blattoberseite entstehen kleine orangerote Sporenlager. Auf der Blattunterseite entwickeln sich Bechersporenlager (Äzidien) auf sexuellem Weg. Die Äzidien, durch Wind verbreitet, infizieren den Hauptwirt. Günstige Infektionsbedingungen sind Vorhandensein von tropfbarem Wasser und Temperaturen zwischen 5 und 22° C. Auf den Halmen und den Blattscheiden entwickeln sich mehrere Generationen von Sommersporenlagern (Uredosporen). Sie dienen der Massenvermehrung auf dem Hauptwirt und können nur infizieren. In abreifendem Getreide entwickeln sich darauf Wintersporenlager (Teleutensporen).

Vorkommen

Alle Getreidearten, in Deutschland nur an Roggen relevant

Diagnose

Ab Mitte Juni findet man auf Blattscheiden und Halmen rostrote bis schokoladenbraune längliche Pusteln, die Sommersporenlager. Sie sind von deutlich geschlitzter Epidermis umsäumt und streifig angeordnet. Die Teleutensporenlager sind ebenfalls streifig angeordnet und lang gestreckt, aus der Epidermis hervorbrechend.

Verwechslungsmöglichkeiten bestehen mit dem Braunrost. Durch das Aufplatzen der Epidermis um die Sporenlager und die streifige Anordnung ist der Schwarzrost jedoch gut von ihm unterscheidbar.

Bekämpfung

Vorbeugende ackerbauliche Maßnahmen

• Gutes Einarbeiten der Ernterückstände

• Anbau von frühreifen Sorten

• Harmonische Düngung

Fungizidmaßnahmen

• Keine Fungizidmaßnahme mit Zielrichtung Schwarzrost zugelassen

• Fungizidmaßnahmen gegen Braunrost bekämpfen früh auftretenden Schwarzrost meist ausreichend mit




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